Fa-Be-Lager vom 24.-30. Juli 2005 in der Grialetschhütte
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Der SAC Thurgau organisierte wieder ein Bergsteiger-Lager für Familien – </FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">diesmal in der Grialetschhütte vom 24.-30. Juli 2005</FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Dieses Jahr meldeten sich weniger Teilnehmende an als 2004 – das mag an der Aussicht auf das etwas reglementiertere Lagerleben in der SAC-Hütte gelegen haben oder an einem soeben stattfindenden Generationenwechsel. Es traf sich allerdings gut, da sowieso nicht mehr als 40 Leute im FaBe Platz gehabt hätten. Wir waren 36, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. </FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Die Ankunft am Sonntag habe bei schönem Wetter stattgefunden, meldete man der Schreibenden, die ihrerseits erst am Montagnachmittag kurz vor dem grossen abendlichen Regenguss eintraf. Bereits beim Aufstieg zur Hütte fielen die frechen Munggen auf. Sie gaben sich kaum die Mühe, etwas schneller zu laufen, wenn gefährliche Wanderer wie wir ankamen. Allerdings waren sie auch schon reichlich dick, was sie etwas unsportlich wirken liess.</FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Kinder und Erwachsene trugen ihre Bagage samt Lunch für eine Woche tapfer im Rucksack vom Dürrboden in knapp 2 Stunden zur Hütte. Die grossen Jungs haben den kleineren Kindern geholfen, was natürlich von Anfang an zur guten Stimmung im Lager beitrug.</FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Dieses Jahr waren nur wenige blutige Anfänger im Lager dabei, was dazu führte, dass bald geklettert wurde, was die Karabiner hielten. Schon am Dienstag war das Wetter freundlich, ab Mittwoch wurde es sommerlich. Von der einen Gruppe wurde der Chilbiritzenspitz, von der anderen der Grat des Radüner Rothorns bestiegen. </FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Am Donnerstag war dann die grosse Tour angesagt: die Besteigung des Piz Grialetsch. Um halb 8 zottelte der ganze Tatzelwurm los, überquerte die Mondlandschaft unterhalb des Gletschers, bildete Seilschaften, bewältigte den Gletscher und fand sich nach einem steilen Schlussaufstieg über lästig loses Gestein auf dem Gipfel wieder. So viele Leute aufs Mal hat der Piz Grialetsch wohl noch selten gesehen. Wir fanden alle ein Plätzchen und genehmigten uns das Mittagessen auf 3131 müm. </FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Da die Aussicht auf den Abstieg über die Schotterpiste niemanden recht glücklich machte, beschlossen die Bergführer, uns über den Grat zu lotsen. Nach einer recht anspruchsvollen Kletterpartie durften wir abseilen und fanden uns auf einem Schneefeld wieder, das zum abrutschen einlud. Leider entdeckten erst die letzten beiden Seilschaften den Reiz des Sausens – der Anblick der kreischenden Mädchen auf steilem Schneehang war aber auch für die Vorausgegangenen eine Freude!</FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Heil und zufrieden kamen Gross und Klein am Nachmittag in die Hütte zurück. Die Wiese vor dem Haus lud zum Spielen ein. Auch die Möglichkeit, sich ein kühles (ziemlich kühl, in der Tat) Bad in den Seen neben der Hütte zu gönnen, wurde rege genutzt. Das Spiel „Brillentauchen“ wurde aber nach der ersten glücklich wieder gefundenen Brille abgesetzt, da das Wasser am Boden noch ca. 3° kälter war als an der Oberfläche.</FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Am Freitag zeigten unsere Bergführer Kilian Aellig und Urs Rentsch, was ausser dem Führen von einem Sack Flöhen durch schwieriges Gelände noch in ihnen steckt. Sie bauten eine Seilbahn von einem Felsen am See in den See. Das Gaudi für Kinder hätte nicht grösser sein können. Die Erwachsenen hielten sich lieber ans bewährte Abseilen und vergnügten sich an einer von J+S-Leitern eingerichteten spektakulären Abseilstelle.</FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Es war einmal mehr ein tolles FaBe-Lager. Sowie die Organisatorin Erika Inglin als auch die Lagerleiterin vor Ort, Vreni Dürr, sorgten für ein perfekt geplantes, fröhliches Lagerleben. Die sieben mitgereisten Leiterinnen und Leiter bewiesen einmal mehr, dass auch kleine Kinder zu grossen Leistungen in den Bergen imstande sind, wenn sie gut angeleitet und motiviert sind.</FONT></FONT>
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<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">Unsere jüngsten Mädchen waren erst knapp acht Jahre alt und bewältigten die steilsten Kletterpartien wie Gämsen. Wir hörten die ganze Woche kein Kind jammern. Alle fühlten sich ernst genommen und freuten sich an ihrer Leistung. Hier liegt wohl das grösste Verdienst der Lagerleitung und unserer Bergführer. Das hervorragende Essen, das uns von Cécile und Hanspeter Reiss täglich serviert wurde, trug natürlich auch zur guten Stimmung bei. Mit Bedauern trennten wir uns am Samstag vom Gebirge. Wir erwarten mit Spannung die nächsten Tourenausschreibungen und freuen uns auf die Angebote für Familien!</FONT></FONT>
<FONT size=3><FONT face="Times New Roman">4.8.05 / Marianne Sax</FONT></FONT>


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