Schweizer Alpen-Club SAC
SAC Thurgau

30.1.-5.2.2005 - Tourenlager St. Antönien


Sonntag, 30.1.05

Endlich! Das lang ersehnte Tourenlager konnte beginnen. Nach und nach stiegen immer mehr Teilnehmer zur Gruppe. Auf der ewig langen Zugfahrt hatten wir dann massiv Zeit, um uns gegenseitig kennenzulernen. Schliesslich brachte uns das Postauto über eine verschneite Bergstrasse nach St. Antönien (beinahe vor die Hütte). Nachdem wir die Unterkunft häuslich eingerichtet (verwüstet) hatten, konnten unsere Gesichter erste Bekanntschaft mit der hiesigen weissen Pracht machen (Schneerugby zum aufwärmen). Danach waren wir fit für den obligatorisch "mühsamen" Teil des Lagers: den LVS-Kurs. Wie üblich kam jede Hilfe für die Verschütteten zu spät. ;-) Abgerundet wurde der Anreisetag durch das Lagermenu Nr. 1: Spaghetti (Bestnote). Gesättigt und gespannt auf die morgige Tour gingen wir zu Bett und taten unser Bestes, den Dachstuhl anzusägen.

Fabian Keller & Michael Künzler

 

Montag, 31.1.05  Cameltrophy auf Chrüz - J+S Thurgau on tour

Am 31. Januar wachten so etwa um 7.00 Uhr etwa 28 Ostschweizer im Bergheim Wanna nach einer entspannten Nacht auf. Die Tour heute sollte aufs Chrüz 2195 m.ü.M. führen, doch die erste Abfahrt stand uns schon früher bevor - zur Bushaltestelle. Nach einer kurzen Busfahrt ging es zum Skilift, es war die allgemeine Stelle, an der man sah, wie es um die Moral und Fitness der Tourengänger stand. Während die grosse Masse den motorisierten Aufstieg bevorzugte, gab es eine kleine Randgruppe, die den Aufstieg mit Schneeschuhen oder Fellen unter die Füsse nahm. Nachdem auch die anderen sich die Felle und Schuhe unter die Füsse geschnallt hatten ging es 'back to the roots' in Richtung Gipfel Chrüz. Nach dem Znünihalt im Maiensäss war der Gipfel in Sichtweite, doch was wir sahen, war nicht nur der Gipfel sondern auch der Nordhang mit dem Lockerschneerutsch. Also kamen, sahen und siegten wir und standen ca. eine Stunde später auf dem Gipfel. Dort spannte Tashi, unser Alleinunterhalter, seinen Schirm auf und startete bald schon in Richtung Tal. Kurz bewunderten wir Tashis Flugkünste und brachen später in Richtung Tal auf. Der erste Hang behagte uns gar nicht, aber es konnte nur besser werden. Und es wurde besser; je tiefer wir kamen, desto besser wurde der Tiefschnee. Nicht nur der Tiefschnee  sondern auch die Wege (Waldabfahrt, Bergweiden) bis zu einem gewissen Hag, doch auch der wurde mit Bravour gemeistert. Während die einen oder anderen dieses Hindernis meisterten, kamen andere auf die brachiale Idee den Hag mit den Skiern aufzumachen, so wie Martin, der mit seinen Hagan den Hag öffnete. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Kicker bauen und Schanzenspringen.

Fabian Steiner

 

Dienstag, 1.2.05

Am dritten Tag dieses Lagers wurden wir wieder einmal unsanft aus dem Schlaf gerissen. Um zwanzig vor neun fuhr das Postauto und brachte uns ein bisschen oberhalb von St. Antönien an unser Ziel. Nachdem alle ihre Felle bzw. Snowboards aufgeschnallt hatten, machten wir uns auf den Weg auf den berühmt-berüchtigten Gipfel "Spitzenbüel". Leider spielte das Wetter nicht mit und wir hatten mit tiefen Temperaturen, starkem Wind und Schneefall zu kämpfen. Nach einigen Wummgeräuschen kamen wir bei der ersten Hütte an, bei der wir eine kurze Pause machten. Anschliessend marschierten wir auf den Gipfel. Danach demonstrierte unser Bergführer 1 zu 1, wie man ein Schneebrett auslöst und wir waren froh, auf gewisse Sprichwörter zurückzugreifen. Wie z.B. "Meide Mulden und Rinnen, sonst bleibst du mal drinnen." "Rücken und Graten würd ich dir raten!" Zum Glück kam dann für die Abfahrt noch die Sonne zum Vorschein und mit einer stiebenden Pulverfahrt gings zurück zum Lagerhaus. Die einen hatten noch nicht genug und fingen an "Kicker shapen" und bauten eine hübsche Sprungschanze auf dem Parkplatz direkt vor dem Lagerhaus. Als dann alle genug geflogen waren, war der Tag schon fast vorbei. Einige mussten noch vier Teller Älplermagronen verdrücken und andere verdrückten einige Tränen, als der Winterräumdienst kam und den Schanzentisch den Hang hinunter schleuderte. Nachdem wir noch ein paar Rätsel von Tashi lösten, gings ab ins Bett.

Stefan Locher

 

Mittwoch, 2.2.05

vermisst

 

Donnerstag, 3.2.05  Eggberg

Nachdem wir am Donnerstag früh aufgestanden waren, gingen wir auf das 8.40 Uhr Postauto Richtung Litzirüti. Als auch Mike sein Material bereit hatte, nahmen wir den Eggberg ins Visier. Begleitet von etlichen Wummgeräuschen zogen wir langsamen Schrittes durch den tiefen Neuschnee Richtung Pausenalp, wo sich Michu fast gänzlich seiner Kleider entledigte. Nach der Pause gingen wir in riesigen Abständen Richtung Gipfel. Bald jedoch merkten wir, dass unsere Gruppe und die Lawinengefahr zu gross war. Kurzentschlosseb gruben wir Schneeprofile und tobten uns aus. Wir genossen die kurzen aber umso schöneren Powderhänge. Zurück gab es in der Hütte ein weiteres Kickerspezial, welches mit einem fahruntüchtigen Skifahrer endete (gell Fäbe).

Ladina & Andrin

 

Freitag, 4.2.05  Hasenflüeli

Am Freitag-Morgen starteten wir direkt vom Lagerhaus aus. Unser Ziel war der Berg Hasenflüeli. Nach einer guten Stunde Marsch schien uns die Sonne endlich nach drei Schlechtwettertagen wieder ins Gesicht. Eine weitere Stunde später erreichten wir den Grat des Hasenflüeli. Dort genossen wir die Sonne und das Mittagessen. Der Gipfelanstieg war leider zu felsig, darum powderten wir wieder ins Tal. Die schnellere Gruppe attackierte noch die Flanke des Jäglischhorn. Der Nordosthang war traumhaft! Und da schon gespurt war, marschierten wir gleich nochmals hinauf. Am Schluss des schönsten Tages der Woche trafen alle mehr oder weniger heil (Skibindungsbruch, Daumenprellung und Knieverletzung) im Lagerhaus ein. Wir freuten uns auf das wie immer wunderbare Nachtessen.

Roman Schnyder & Lukas Ziltener

 

Samstag, 5.2.05

vermisst